Kurzinterview mit Pierre Wahlström

PIERRE WAHLSTRÖM macht seit 1989 IGP-Hundesport, ist WUSV Weltmeister, anerkannter Leistungsrichter und Kommissionsbeauftragter im FCI IGP Richterpool. Als Offizier der schwedischen Armee führt er seit vielen Jahren hauptverantwortlich Charaktertests für das Militär-Zuchtprogramm durch.

Wie kam es zur Entwicklung eines Charaktertests beim schwedischen Militär und wer war dabei federführend?

Der Test des schwedischen Militärs wurde von Dr. Erik Wilson und mir 2004 entwickelt. Wir haben diesen Test zur Bewertung des Zuchtprogramms und zur Auswahl von Diensthunden eingeführt. In Schweden werden Hunde bereits seit 1930 getestet. Zuerst in der "Army Dogschool". Später übernahmen zivile Hundeorganisationen wie der „Kennelclub“ und der „Workingdog Club“ einige Teile unseres Programms und erstellten ähnliche Tests. Bewertet wird das Niveau der Hunde, unter anderem ihr Sozialverhalten, Spieltrieb, Aggressionsverhalten und ihr Selbstbewusstsein. 

 

Wird der Test noch weiterentwickelt oder habt ihr die „perfekte Form“ gefunden?

Für die Streitkräfte sind wir mit den Ergebnissen des Tests zufrieden. Natürlich sehen wir, dass die Dinge auch anders und auf andere Weise bewertet werden können, aber nach fast 2500 Hunden, die diesen Test bestanden haben, sind wir ziemlich sicher, dass die Bewertung gut funktioniert.

 

Welche Persönlichkeitseigenschaften offenbart der Mentaltest?

Er zeigt Mängel in der Triebveranlagung auf, Mut und den primären Instinkt des Hundes, um in verschiedenen Situationen und Umgebungen angemessen zu handeln.

 

Welchen Einfluss hat der Mentaltest auf die Zucht von Diensthunden und Sporthunden?

Persönlichkeitstests (Mental-Tests) im Allgemeinen sind eine Möglichkeit, die besten Zuchthunde für Sport oder Dienst auszuwählen. Die Art und Weise, wie die Auswahl der Zuchthunde heute speziell mit den Sporthundezüchtern und Zivilzüchtern getroffen wird, ist, dass viele mit berühmten Hunden züchten, die gute Ergebnisse im Wettbewerb erzielt haben. Diese Art der Zucht kann ich gut verstehen, da die Züchter die Welpen leicht loswerden. Aber auf lange Sicht ist es schlecht für die Rassen. Wenn ein berühmter Hund in der Zucht verwendet wird, "züchten" wir auch mit ihm, aber dann konzentrieren wir uns auf den Phänotyp und nicht auf den Genotyp. Natürlich haben einige Züchter das Wissen, den Unterschied bei Hunden zu sehen und nur "die Besten" zu verwenden, aber „die Masse der Züchter“ hat dieses Wissen nicht.....

Ein Persönlichkeitstest in Kombination mit der Arbeit, die der Hund leistet, ist eine perfekte Kombination zur Beurteilung des Tieres. Aber noch wichtiger ist es, den gesamten Wurf zu testen. Es macht keinen Sinn, einen Hund aus einem Wurf mit zehn Welpen zu sehen.

In der Charakterprüfung der schwedischen Streitkräfte testen wir 98% aller Hunde, das ist eine einzigartige Gesamtzahl und wirklich statistisch sicher.

 

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