Wie wird man Hundetrainer?

Das Hobby zum Beruf machen? Wie wird man Hundetrainer?

 

Die meisten Menschen spielen irgendwann im Leben mit dem Gedanken, die Leidenschaft, der sie in ihrer Freizeit nachgehen, zu ihrem Beruf zu machen. Wir Hundeleute bilden dabei keine Ausnahme.

Vor einigen Jahren hatte auch ich den Gedanken, Hundetrainer zu werden, um mich voll und ganz dem Umgang mit unseren geliebten Fellnasen widmen zu können. Zu diesem Zeitpunkt informierte ich mich erstmalig über die verschiedenen Möglichkeiten, um dieses Ziel erreichen zu können. Im Folgenden möchte ich die gesammelten Informationen und Erkenntnisse kurz zusammenfassen und einen groben Überblick verschaffen.

 

Hundetrainer ist nicht gleich Hundetrainer

Vor wenigen Tagen lief ich im Stadtzentrum zufällig einem alten Freund in die Arme, den ich einige Jahre nicht mehr getroffen hatte. Nachdem man sich über die wichtigsten Themen auf den neuesten Stand gebracht hatte, ging es recht schnell um das Thema Hundetraining. Er hatte über die sozialen Netzwerke meine Trainingsfortschritte verfolgt und fragte, ob ich professionell in dem Bereich tätig sei, da die geteilten Beiträge auf ihn diesen Eindruck gemacht hatten. Ich verneinte, hatte aber gleichzeitig das Bedürfnis anzumerken, dass die Trainer und Trainerinnen in Hundesportvereinen generell ehrenamtlich tätig sind. Denn auch wenn der Begriff „professionell“ oftmals synonym für „fachlich kompetent“ oder „gut ausgebildet“ verwendet wird, bedeutet er doch nichts anderes als „beruflich“.

Basisübung Futtertreiben

Tatsächlich ist der Beruf des Hundetrainers in Deutschland nicht geschützt. Daraus resultiert, dass jeder, unabhängig davon wie gut oder schlecht und bei welcher privaten Schule oder Akademie ausgebildet, als Hundetrainer arbeiten kann, solange durch die zuständige Behörde eine Erlaubnis erteilt wurde. Zumindest diese ist nach §11 des Tierschutzgesetzes seit 2014 Bedingung. Um diese zu erhalten, müssen dem Veterinäramt die nötigen fachlichen Fähigkeiten nachgewiesen werden. Je nach Region kann dies auch eine abschließende Prüfung durch die Behörde beinhalten. Möglicherweise muss im Anschluss regelmäßig an Weiterbildungen teilgenommen werden, damit die erteilte Genehmigung weiterhin bestehen bleibt. In jedem Fall ist es ratsam, sich bereits im Vorfeld darüber zu informieren, welche Anforderungen in der eigenen Kommune für eine Erlaubnis gestellt werden und ob diese durch den präferierten Ausbildungsweg abgedeckt sind.

Jedem Tierchen sein Pläsierchen

Einen Standard stellt das IHK Zertifikat „Hundeerzieher/in und Verhaltensberater/in“ dar, für welches neben der Industrie- und Handelskammer selbst, auch die verschiedenen Akademien entsprechende Lehrgänge anbieten. Abgesehen davon bleibt aber die Schwierigkeit darin bestehen, die Qualität und den Umfang der Lerninhalte bei den verschiedenen Anbietern miteinander zu vergleichen, welche auch in der Dauer, den Kosten und der Methode stark voneinander abweichen können. Je nach Institut können neben grundlegenden Kenntnissen wie dem Lern- und Ausdrucksverhalten des Hundes oder der Welpen- und Junghundeentwicklung auch spezielle Inhalte wie Antijagd- und Tricktraining auf dem Programm stehen. Mögliche Schwerpunkte liegen in der Tierpsychologie und -medizin (inklusive Homöopathie), der Ernährung, den verschiedenen Hundesportarten, dem Recht und Gesetz oder dem Mental Coaching. Aufbauend auf der Grundausbildung zum Hundetrainer gibt es häufig noch etliche weitere Spezialisierungsmöglichkeiten.
Da auch der Standort keinen unwesentlichen Faktor für die Auswahl darstellt, bieten einige Akademien einen Großteil des Studiums in Onlinemodulen an. Allerdings muss für die Genehmigung in der Regel auch ein gewisses Maß an Praxiserfahrung nachgewiesen werden. In Form eines Praktikums bei einer Hundeschule bedeutet dies dann zusätzlichen Zeit- und Kostenaufwand. 

 

Hundetrainer im Ehrenamt heißt andere in der Ausbildung zu begleitenAuf den Hund gekommen

Für diejenigen, denen es in erster Linie um das Erlernen bestimmter Fertigkeiten und der Tätigkeit an sich geht, deren Lebensunterhalt bereits gesichert ist und die trotzdem die notwendige Zeit dafür aufbringen können, bietet sich die zu Beginn erwähnte Option des Ehrenamtes in einem Rassezucht- oder Hundesportverein an. Die zu erbringenden Leistungen, wie beispielsweise eine erfolgreich abgelegte Begleithundeprüfung und ausreichende Praxiserfahrung als Trainerassistent, sind durch den Verband einheitlich geregelt und die Kosten für die benötigten Seminare werden aus der Vereinskasse gezahlt, sofern der Vorstand das Mitglied für geeignet hält und im Verein Bedarf an weiteren Trainern besteht. Neben dem Basistrainerschein gibt es die Möglichkeit, Sachkundenachweise in vielfältigen Bereichen des Hundesports und -trainings zu erhalten. Aber auch zu Themenbereichen wie „Erste Hilfe am Hund“, „Allgemeine Kynologie“, „Recht und Versicherung“ oder „Menschenführung und Rhetorik“ werden regelmäßig Seminare angeboten.

Welcher Weg nun jeweils am besten geeignet ist, um das angestrebte Ziel zu erreichen, lässt sich also nicht pauschal beantworten. Für meine eigene Lebenssituation stellt letztere Variante die passendste dar und aus der Erfahrung heraus, habe ich die Überzeugung gewonnen, dass „gewerblich“ (oder „professionell“) und „ehrenamtlich“ in Bezug auf einen Hundetrainer nichts über dessen Fähigkeiten und das vorhandene Fachwissen aussagen.

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