Badespaß mit gefährlichen Folgen

Jährlich sterben Hunde, weil sie sich in Gewässern mit Blaualgen-Befall vergiftet haben.

Wann Gefahr droht und bei welchen Symptomen du sofort reagieren solltest, erfährst du hier. 

Gefährlich ist vor allem die Zeit der Algenblüte. Dann bildet die Blaualge nicht etwa Blüten aus, sondern vermehrt sich schlagartig. Das ist oft im Spätsommer der Fall, wenn lang anhaltend hohe Temperaturen die Gewässer aufgewärmt haben. Also genau jetzt.

Der Name verwirrt, denn die sogenannten Blaualgen sind keine Algen. Botanisch gesehen gehören sie zu den Bakterien (Cyanobakterien), weil sie keinen echten Zellkern besitzen. Einige Vertreter enthalten den Farbstoff Phytocyanin, der ihnen die blaue Farbe und der gesamten Klasse ihren Namen verleiht. Gasbläschen in ihren Zellen verleihen ihnen Auftrieb, so dass sie in stehenden und langsam fließenden Gewässern zur Oberfläche aufsteigen. Ihre einzigartige Fähigkeit, im Wasser gelösten molekularen Stickstoff aus der Luft zu nutzen, macht sie dort konkurrenzlos, so dass sie sich weitgehend ungestört vermehren können. Dann bilden sie undurchsichtige grünliche Schlieren aus, die beinahe an Ölteppiche erinnern. 

Die Konzentration macht’s


Eine grundsätzlich gute Nachricht ist, dass längst nicht alle Blaualgen gefährlich sind. Dem Leibniz-Institut für Ostseeforschung zufolge produzieren nur rund 40 der mehreren Tausend Arten Giftstoffe. Problematisch ist nur, dass sich das Aussehen dieser Blaualgen nicht von dem der ungiftigen unterscheidet. Eine weitere gute Nachricht ist, dass selbst die gefährlichen Toxine in geringer Konzentration für gesunde Erwachsene ungefährlich sind. Allerdings kann sich die Konzentration der Giftstoffe an windstillen Tagen an der Wasseroberfläche so weit erhöhen, dass sie auch bei Erwachsenen zu Hautreizungen, brennenden Augen und Atemnot, beim Verschlucken auch zu Übelkeit und Erbrechen, führen können. Vorsicht sollten daher insbesondere empfindliche oder geschwächte Menschen walten lassen, auch Kinder sollte man von den grünen Allgenteppichen fernhalten. Tiere sind durch ihr geringeres Körpergewicht besonders gefährdet. In der Vergangenheit ist es in immer wieder zu Todesfällen gekommen, wenn sie mit Toxinen angereichertes Wasser getrunken haben. Bekannt ist dies von Hunden und Enten – aber auch Rindern.

Im Zweifel draußen bleiben


Besonders gefährdet für Blaualgen-Vergiftungen sind Hunde, die gerne schwimmen und dabei Wasser verschlucken. Um deinen Hund zu schützen, gib es deshalb nur einen Weg: lass ihn auf keinen Fall an bzw. in ein Gewässer, in dem sich Blaualgen befinden. Als Faustregel gibt das Bundesumweltamt den Tipp: wenn du deine Füße bei knietiefem Wasser nicht mehr sehen kannst, ist die Algendichte hoch und das Gewässer nicht mehr für dich und deinen Hund zum Baden geeignet. An betroffenen Badeställen sind dann meistens Warnschilder angebracht; andere Gewässer werden jedoch oft gar nicht überprüft, so dass du dich nicht alleine auf Warnschilder verlassen kannst und auch selbst Ausschau halten musst. Nimm deinen Hund daher am besten an die Leine. Hat der Hund ein befallenes Gewässer bereits betreten oder gar darin gebadet, dann achte darauf, dass er keinesfalls Fell und Pfoten ableckt. Brause ihn daheim gründlich ab, damit keine Blaualgen im Fell verbleiben.

Akribisch auf Symptome achten


Behalte deinen Hund nach einem Spaziergang ans oder ins Wasser unbedingt gut im Auge. Die ersten Symptome einer Blaualgen-Vergiftung treten innerhalb der ersten 30 Minuten nach den Wasserkontakt auf, schreibt das Gesundheitszentrum für Kleintiere Lüdinghausen auf seiner Homepage. Wirkt dein Hund lethargisch, schwach und orientierungslos, erbricht sich oder hat Durchfall, Gelbsucht, Atemnot, Krämpfe oder Lähmungserscheinungen, darfst du keine Zeit verlieren und musst ihn sofort zu einem Tierarzt oder in eine nahe gelegene Tierklinik bringen. Er benötigt sofort eine intensivmedizinische Versorgung, anderenfalls drohen Kreislaufprobleme, Atemaussetzer sowie Leber- und Nierenversagen. Sollte der Hund allerdings nur äußerlich mit Blaualgen-Toxinen in Kontakt gekommen sein, ist die Prognose für eine schnelle Genesung allerdings gut. 

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