Nachgefragt bei Michael Landau (VDSV)

Zughundesport liegt im Trend. Vor allem Canicross. Was aber vielen nicht bewusst ist, auch deutsche Musher nehmen an den großen internationalen Rennen, wie zum Beispiel dem Yukon Quest, erfolgreich teil. Ich sprach mit Michael Landau, dem Präsidenten des Verbandes Deutscher Schlittenhundesport Vereine, über Möglichkeiten und Schwierigkeiten diesen faszinierenden Sport in Deutschland auszuüben. 

 Wie groß ist der VDSV? Wie viele Sportler aus welchen Disziplinen vertritt ihr Verband und wie verteilen sie sich auf die einzelnen Sportarten?

Wir haben zurzeit circa 1900 Einzel-Sportler im VDSV und sind somit der größte Schlittenhundeverband in Europa. Circa die Hälfte davon entfällt auf die Gespannklassen, die andere Hälfte auf Canicross. Bei den Canicrossern zeigt sich mittlerweile eine leichte Tendenz zum Schnee. Hier wird beim Skijöring oder mit zwei Hunden am Schlitten gestartet.

 Unterstützt der VDSV seine Mitglieder, wenn sie an internationalen Rennen teilnehmen? Oder müssen die Musher die Kosten komplett selber übernehmen?

Im Moment tragen die Musher größtenteils Ihre Kosten noch selbst. Die Nationalteams werden mit Bekleidung ausgestattet und bei Erreichen eines Podestplatzes gibt es eine Kostenbeteiligung. 

Canicross ist mittlerweile sehr populär geworden. Wie sieht es bei den anderen Sportarten aus, die der Verband vertritt? Gibt es deutschlandweit Trainingsmöglichkeiten in Vereinen?

Bei den Gespann Klassen wird überwiegend alleine oder in kleinen Gruppen trainiert. Unsere engagierten Vereine bieten Trainingslager im Herbst und im Winter an.

Die Deutsche Meisterschaft in der Mitteldistanz, die im Januar in Todtmoos stattfinden sollte, musste aufgrund von Schneemangel in den Februar verschoben werden. Wie reagieren denn die Teilnehmer darauf, die ihre Hunde ja auf den Punkt für so eine Meisterschaft vorbereitet haben?

Dieses Problem haben wir bei Schneerennen schon seit vielen Jahren. In den Mittelgebirgslagen gibt es leider keine Schneesicherheit. Als Schlittenhundesportler muss man schon flexibel sein. Den Hunden fällt es scheinbar leichter, eine Top Form auch später abzurufen.

Wie gut sind die Bedingungen für Schlittenhundesportler in Deutschland. Sind deutsche Musher international konkurrenzfähig? 

Unsere Topleute für Schneerennen betreiben einen Riesenaufwand, um vorn mit dabei zu sein, gute Platzierungen und Podestplätze bei Welt- und Europameisterschaften fallen einem nicht von selbst zu. Um im Schnee zu trainieren, werden jährlich einige tausend Autokilometer in Kauf genommen.

Der VDH hat 2012 Dopingkontrollen im Hundesport eingeführt. Ist Doping in Ihrem Sport ein Thema? Gibt es regelmäßige Kontrollen?

Bei allen internationalen Meisterschaften wird kontrolliert.

Präsident VDSV Michael Landau

Wenn jetzt jemand Lust auf den Sport bekommen hat, gibt es so etwas wie Schnupperkurse, wo Interessierte die ersten Schritte unter Anleitung machen können?

Auf unserer Homepage gibt es eine Übersicht unserer Mitgliedsvereine nach Postleitzahlen. Ich kann nur jedem Interessierten raten, sich einen Verein zum Schnuppern zu suchen und möglichst viel aus diesem Erfahrungsschatz mitzunehmen. 

 Vielen Dank für das Gespräch!

 

Hier gehts zum VDSV!

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