Neue Prüfungsordnung im Rally Obedience 2022

Neue Prüfungsordnung im Rally Obedience

Eine Spirale im Laufschritt, eine Drehung aufeinander zu und dann umrundet der Hund den Hundeführer. Was klingt wie eine Kür beim Dog Dancing, ist in Wirklichkeit Rally Obedience. Seit 2013 ist Rally Obedience eine Hundesportart mit offizieller Prüfungsordnung beim Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) in Deutschland. Ab 2022 wird sich für den Sport einiges ändern, denn ab dann gilt eine neue Prüfungsordnung, die den Sport ganz schön durchwirbeln wird: Plötzlich kann der Hund auch mal die Seite wechseln! Eine spannende Zeit steht also für alle Rally Obedience Sportler, Trainer und Richter bevor. Was sich genau ändert und wer über solche Änderungen entscheidet, erfahrt ihr in diesem Blog-Beitrag.

 

jeder Hund kann Rally Obedience machen

Rally Obedience – eine Sportart für jedermann 

In kaum einer Hundesportart ist die Rassevielfalt so bunt wie beim Rally Obedience. Egal ob Mops oder Molosser, Pinscher oder Pudel, beim Rally Obedience haben alle die gleichen Chancen. Es kommt nämlich weder auf besonders hohe Geschwindigkeiten noch auf akrobatische Höchstleistungen an: Es zählt vor allem Teamwork zwischen Hund und Mensch! Das Team soll im Rally Obedience eine Einheit bilden und gemeinsam den Parcours meistern. Dieser besteht je nach Leistungsklasse aus 15 bis 24 Schildern, die durch den Richter ausgewählt werden. Es gibt insgesamt 102 Schilder, aus denen sich der Leistungsrichter bedienen kann. So ergeben sich unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten und der Rally Obedience Sport wird weder im Turnier noch im Training langweilig. 

Stufe 2 wird in Freifolge geführt

 

 

Änderung der Prüfungsordnung im Rally Obedience - wer entscheidet das?

2013 trat die erste Prüfungsordnung im Rally Obedience in Deutschland in Kraft. 2017 wurden einigen Änderungen eigeführt, nach denen nun fünf Jahre lang viele Hundesportler unzählige Turniere und Meisterschaften gelaufen sind. Nun ist es also an der Zeit für etwas Modifizierung und so kommt 2022 nun die neue, überarbeitete Prüfungsordnung. 

Die Änderungen sind vielfältig. Es kommen ganz neue Schilder dazu, einige bestehende wurden geändert oder entfallen sogar ganz. So soll immer wieder frischer Wind in den Sport kommen. Doch wer entscheidet über diese Veränderungen? Dazu gibt es ein Komitee, aus Leistungsrichtern der verschiedenen Hundesport- und Rassezuchtverbände. In diesem Jahr waren das Martina Klein vom DVG, Petra Lauer von SV (Verein Deutsche Schäferhunde) und Frank Nielsen vom VDP (Verein Deutscher Pudel). Dieses Gremium holt sich auf Turnieren Anregungen, spricht natürlich auch mit aktiven Sportlern und Leistungsrichtern und auch andere Sportarten, wie zum Beispiel Obedience, beeinflussen. Diesmal sind die aktuellen Änderungen der Prüfungsordnung stark durch die Nordic Rally Obedience Class beeinflusst. In den nordischen Ländern wie Schweden und Dänemark gibt es diesen Sport schon sehr viel länger als in Deutschland und deswegen kann man sich hier gute und neue Inspirationen holen. 

 

Fussarbeit rechtsDas ändert sich 2022 für den Rally Obedience Sport

Im Rally Obedience durchlaufen Hund und Mensch den Parcours dauerhaft in der sogenannten Fußarbeit. Dabei befindet sich der Hund auf der linken Seite des Menschen, mit der Schulter ungefähr auf Höhe dem Knie. Diese Position sollte der Hund während des Parcours nur dann verlassen, wenn es die Übungen auf den Schildern erfordern, zum Beispiel beim Sprung über die Hürde oder einem Kommando wie „Sitz“ oder „Platz“. Ab 2022 gibt es in Bezug auf die Fußposition eine gravierende Änderung. Von nun an kann es nämlich vorkommen, dass der Hund auf einmal die Seite wechselt und auf der rechten Seite geführt wird. Als Beispiel gibt es hierfür das Schild Nr. 1-123 „Seitenwechsel, d.h. der Hund wechselt also auf die rechte Seite des Menschen. 

Und von nun an können alle Schilder auch in dieser Position absolviert werden. Jeder Hundesportler, der schon mal einen Hund in der Fußarbeit ausgebildet hat, weiß wie lange es dauert, bis der Hund sicher und souverän an seiner Seite läuft. Ein ebenso langer Weg wird es nun sein, den Hund an die – für ihn fremde Seite - zu gewöhnen. 

Fußarbeit auf der rechten Seite

Je nach Alter des Hundes kann das eine nicht so einfache Aufgabe sein, denn auch Hunde sind Gewohnheitstiere. Gerade die älteren und erfahrenen Hunde, die jahrelang an der linken Seite geführt worden sind, werden hier ganz schönes Neuland betreten. Ein Wechsel hinter dem Hundeführer wie in Schild 1-123 ist noch recht leicht zu trainieren. Schwieriger wird das Schild 1-125, bei dem der Hund vor dem Hundeführer die Seite wechseln muss. Der Wechsel auf die rechte Seite ist ab Klasse 1

möglich und bringt vor allem in den höheren Klassen viele neue Herausforderungen mit sich, wenn der Hund dann zum Beispiel von der rechten Seite schräg über eine Hürde geschickt wird, die sich links neben dem Team befindet. 

 

Änderungen in Klasse 2 

Für alle Rally Obedience Sportler, die in Klasse 2 laufen, gibt es gleich sieben neue Schilder, wobei auch zwei bestehende Übungen wegfallen. Bei dem Schild 2-208 muss der Hund aus der Fußarbeit heraus den Hundeführer umrunden, ohne dass dieser dabei anhält oder das Tempo verringert. Als neue Übung kommen die Schilder 2-228 und 2-229 dazu, die jeweils mit der Grundstellung starten. Dann setzten sich Hund und Hundeführer in Bewegung. Beim Schild 228 machen sie gemeinsam einen Schritt nach hinten und beim Schild 229 nach links. Anschließend setzt sich der Hund wieder in die Grundstellung. Diese Übung erinnert an Teile der Fußarbeit in den höheren Obedience-Klassen. 

Neu im Rally Obedience: Im Winkel abrufen

Ganz neu sind auch die Abrufübungen über einen Winkel. Der Hund bleibt dabei sitzen, während sich der Hundeführer um 90 ° weg dreht und einen Schritt vorwärts geht. Dann hält er an und ruft seinen Hund wieder in die Grundstellung zu sich. Das sind die Schilder 2-230 und 2-231. In der alten Prüfungsordnung gab es nur die Variante, dass Mensch und Hund zeitgleich den Winkel machen und nach einem Schritt anhalten. 

 

Labrador im ROÄnderungen in Klasse 3 

Das Schild 3-324 „Zur Pylone schicken – Steh“ wurde vom Obedience Sport übernommen. Dort gibt es beim Richtungsapport bereits eine Übung, in der der Hund zu einem Pylon geschickt wird und dort auf Kommando stoppen soll. Von da aus kann der Hund dann entweder abgerufen oder abgeholt werden. 

In dieser Klasse kommen auch noch neue Wechsel für die Seiten hinzu, bei denen Hund und Mensch zeitgleich eine 180°-Drehung machen und der Hund somit auf der anderen Seite des Menschen landet. Hier erinnert der Sport dann wirklich an eine kleine Dressur-Vorführung und macht unglaublich viel Spaß beim Training. 

 

2022 wird also spannend für alle Rally Obedience Freunde. Mit der neuen Prüfungsordnung warten eine Menge Herausforderungen auf Hund und Mensch. Doch so bleibt es immer spannend. 

 

Hier gehts zur aktuellen PO.

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