Im Gespräch mit Flyball-Ass Lea Sauer

Flyball ist nicht nur rasant, sondern auch laut

 

Lea Sauer ist die Trainerin bei Flyball Oberfranken (VDH/DVG) in Emtmannsberg. Hier ommen die Flyball-Junkies her, die amtierenden Deutschen Meister des VDH und Europameister. Auch Leas Hündin Pina ist im Team, das mit 15:80 Sekunden auch den deutschen Rekord hält. Sporthund hat sie fünf offene Fragen beantworten lassen:

 

Lea Sauer mit PinaLea, wie funktioniert eigentlich die Box? 

Lea Sauer: Sie hat eine bewegliche Trittplatte, die beim Belasten durch die Vorderpfoten rückseitig gespannte Federn auslöst. Dadurch springt der Ball aus der Vorrichtung. 

Es gibt Boxen mit einer durchgängigen Platte, in der der Ball inkludiert ist und Boxen mit einer separaten unbeweglichen Kopfplatte. Für welchen Boxentyp und Winkel man sich entscheidet, ist eine eigene Wissenschaft. Das ist pauschal nicht leicht zu beantworten.

 

Und worauf muss der achten, der die Bälle lädt? 

Lea Sauer: Jeder Hund  hat seine feste Drehrichtung und seinen eigenen Typ Ball, der groß, klein, hart, weich oder was auch immer sein kann. Der Boxlader muss also von jedem Hund die Drehrichtung kennen und die entsprechende Seite mit dem individuellen Ball beladen. 

 

Wer macht das bei euch und sind das immer dieselben?

Lea Sauer: Im Training wechseln sich die Personen an der Box ab, auf einem Turnier wird in der Regel nur im Notfall gewechselt, da dieser Job wirklich komplex ist und gute Nerven benötigt!

 

 

Wie viel Zeit investiert ihr für welche Ausbildungselemente im Training? 

Lea Sauer: Das ist schwer zu sagen, da das Training sehr individuell abläuft und auf das Verhalten des Hundes angepasst ist. Ein Hund, der gerne mit Bällen spielt, wird weniger Probleme mit dem Apport an sich haben, als mit dem Tauschgeschäft. Zudem fällt es vor allem ballbegeisterten Hunden schwer, ihre Drehung zu halten, sobald ein Ball im Spiel ist, da der Fokus dann zu sehr auf diesem liegt und das Hirn auf Durchzug schaltet. Auch das ist ein wichtiger Trainingsaspekt. Der Hund soll nicht den Ball als eine Bestätigung sehen, sondern die reine Apportieraufgabe, für die er dann mit Spiel oder Futter belohnt wird.

Auch die Distanzarbeit kann bei sehr besitzerorientierten Hunden auch mehr Arbeit verlangen als bei anderen.

Schwerpunkt im Training ist die Erarbeitung der Drehung, von einer großen Fläche bis auf die kleine, richtige Box. Das kann mitunter auch über ein Jahr dauern. Das Hürdentraining bedarf oftmals nur wenige Wochen.

 

Warum ist es bei Flyball so laut? Und nervt das nicht manchmal? 

Adrenalin und Trieb. Man bekommt das in der Regel während eines Turniers gar nicht so mit, weil man selbst sehr konzentriert ist. Wenn es während des Trainings zu laut wird und der Hund sich dabei selbst beim „Denken“ hindert, kann da aber durchaus auch mal eingegriffen werden, um den Hund wieder „klar“ zu bekommen und ihm zu helfen. Ein richtiges Abtrainieren ist nicht wirklich möglich oder erstrebenswert.

 heightdog Pina

Danke für das Gespräche und alles Gute für euch und weiterhin viele Erfolge!

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